Willkommen im Paradies

Warum nur gute Stimmung gut ist!

Sie alle kennen die Situation: die Welt ist herrlich! Sie fahren fröhlich pfeifend durch die Gegend, nichts kann Sie und Ihre gute Stimmung aufhalten. Weder der provozierende BMW Fahrer an der roten Ampel und gleicher Startposition, noch das miese Regenwetter mit trüber Nebelkulisse. In diesen Situationen kennen Sie nur schönste Worte:
was für ein wundervoller Tag,….. das machen wir schon,… morgen ist auch noch ein Tag, …. da gönnen wir uns doch mal was, …. usw.
In diesen Momenten wachsen Sie über Kleinbürgergrenzen hinaus, zeigen menschliche Güte & Größe und gönnen sich und Ihrer Umwelt was.
Das andere Blatt. Hier ereilen Sie wiederum trübe Momente. Nichts gelingt, alles ist verzwickt, jeder hat sich gegen Sie verschworen. Jetzt werden oder sind Sie „peb“ drauf – wie der Schwabe zu geizig sagt. Sie sparen an Gefühlen, an Freude und Großzügigkeit.

Jetzt die Preisfrage: in welchen dieser beiden Stimmungslagen ist der Geldbeutel offener?

Ersparen wir uns – nicht – die Antwort. Logisch, geht’s Ihnen gut, geht’s dem Geldbeutel schlecht, er wird dünner. Sie sind überbordend spendabel, die Kreditkarte sitzt locker und alle Herzen fliegen Ihnen zu. Fakt ist, fühlt sich der Mensch wohl, wird er großzügiger – zu Jedem!

Paradies Sonnenfroh

Paradies?
Die Kognitionspsychologen geben klare Auskunft!

Wie erklärt sich das? Erlauben Sie mir hierzu einen dies betreffenden Ausflug in die Neurowissenschaft, sogenannter Gehirnforschung. Diese kann solch simple, uns lange schon bekannten Faktoren verfolgen und sicher belegen. Wie dürfen Sie das verstehen?
In uns liegen zwei Funktionswelten. Schlussendlich dreht es sich hier um zwei kognitive Systeme in unserem Oberstübchen. Diese sind wechselseitig im Spiel oder ergänzen sich. Je nach Laune.
System 1, der sogenannte „Autopilot“, arbeitet weitgehend automatisch. Lösungen kommen spontan in den Sinn, wir fühlen uns leicht, kreativ und ja: spendabel.
In System 2, der manuellen Steuerung, gehen wir über analytische Intelligenz ans Leben ran. Wir agieren bewusst, unser Gehirn arbeitet weitgehend rational. Aber das auf Hochtouren und das ist ganz schön anstrengend! Puhh.
Deswegen suchen wir viel lieber den Autopiloten, auf ihn schalten wir in der Regel unbewusst um. Alles was bewusst entschieden werden soll ist postum anstrengend. Wir sind faul, möchten das nicht, weichen stets und gerne auf Bequem aus. Schon sind wir beim Thema: Was machen Sie, damit Ihre Kunden autonom unterwegs sind?

Und genau hierauf setzen wir in der Werbung. Wir versuchen ganz schnell den Menschen in diese automatische Steuerung zu hieven. Mit allen – legalen – Mitteln. Denn mit Autopilot können wir ihn dorthin lenken, wo wir ihn haben wollen. Zu uns und unseren Produkten und zum: ja, das kaufe ich!

Was sollten wir tun?

Konkret. Versetzen Sie Ihre Kunden in Hochstimmung – vor Kauf! Verpassen Sie ihm alle Antidepressiva, die Sie kennen und können. Gestalten Sie das Verkaufsumfeld hellblau heiter, bestätigen Sie den Kunden in seiner Person und Wünschen, achten Sie stärker auf die emotionelle Kraft des Produktes, denn die Funktion wird vorausgesetzt. Verwandeln Sie die Verkaufsräume – ob offline oder online – in ein Paradies. Ihr Produkt muss in erster Linie die Persönlichkeit des Kunden steigern. Versetzen Sie ihn in einen drogenfreien Rausch der Gefühle.

Hasch mich, ich bin der Frühling. Ja, das Rauschgift des Paradieses macht gleichgültig, aber das ist mir egal. Wenn Sie wissen, was ich meine.

Seien Sie überschwänglich und frenetisch gegrüßt, Ihr Edgar Sonnenfroh.

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