(Freies) Denken unerwünscht!

Denk nicht an die heiße Blondine von neulich! Nicht daran denken, sagte ich!! Aber oje, schon dreht dieser Gedanke seine Runden im Kopfviereck, verankert sich hartnäckig.

Schwupps, wir sind beim Thema:

Erste Hilfe in der Werbung – Werbepsychologie

Propaganda Suggestion

Propaganda, ein alter Zopf!

Propaganda (Sichtweise manipulieren) – ein alter Begriff mit neuer (Aus)Wirkung. Was Großmächte beherrschen und eifrig zelebrieren, ist PR in eigener Sache. Sag den Leuten, was sie denken sollen, damit Sie nicht das denken, was wir nicht wollen.

Sind prägende (nicht nur Propaganda) Worte erst einmal im Kopf, bekommt man sie nicht mehr raus. Ein Grund stets das Positive – den Kundenvorteil – mitzuteilen. Und hier hat das geschriebene Wort übrigens eine höhere Wirkung als das Gesprochene. Was schreibt, das bleibt. Also, immer schön Liebesbriefe schreiben und nicht nur selbige daher schwätza ;-)

Ein wirkungsvoller Effekt. Setzt dieser doch bei der Faulheit des Denkens auf. Des menschlichen Denkens. Um für die schönen Dinge Platz im Kopf zu haben, neigt der Mensch beständig zur Kopffaulheit. Erstens möchte er sich nichts vorstellen, was ihm nicht genehm ist. Zum Zweiten ist ihm Denkarbeit grundsätzlich zuwider und zum Dritten (aber nicht Letzten) fehlt ihm für gewisse Dinge entscheidendes Wissen. Und wenn er schon etwas weiß, dann kann er unter den vielen Möglichkeiten nicht entscheiden. Ein Dilemma. Aber nicht für den Werber!

Denn wieder einmal setzt die Werbung da an, wo der Neuzeitmensch Hilfe schätzt: bei der Führung. Das hatten wir schon mal 1933? Ja, den meine ich aber nicht, obwohl er genau das gemacht hatte. Auch ER hat den Menschen das Gute vom Himmel herunter versprochen. Für jeden verständlich und positiv formuliert, folgten ihm die Massen an die Front. Denken wir hier bitte einmal an die Werbefront mittels Suggestion.

Ich bin was ich höre und sehe.

Die Suggestion. Im 17./18. Jahrhundert (von wem wohl ;-) nicht nur begrifflich eingeführt, bezeichnet sie die manipulative Beeinflussung einer Sinnesempfindung mit Folgen. Nämlich der Folge, dass die Manipulation nicht wahrgenommen wird. Und so bin ich nicht nur das, was ich höre und sehe, ich möchte auch nur dies besitzen! Das war’s dann mit der Freiheit – nicht nur im Kopf.

Und gerade, weil der Mensch mit Freiheit nicht verantwortlich umgehen kann, muss ihm gesagt werden, was er nicht denken soll.

Und für alle, die denken, dass nur Werber den Menschen manipulieren, sei mahnend gesagt:

Auch Du, mein lieber Leser, manipulierst Deinen Nachbarn!

Wie? Nun, indem Du ihn durch Deinen nigelnagelneuen SUV zum Kauf eines noch größeren PS-Boliden verführst. Oder Du, liebe Leserin, indem Du Deiner Nachbarin mit wehend neuem Kleide mitteilst, dass sie wieder einmal das unmodernere hat. Stimmt’s oder habe ich recht?

Kommen wir endlich zum Schluss der informativen Manipulation. Denkt gerne was Ihr wollt, nur nicht dass, …

… es Edgar schlecht mit Euch meint.

Seit herzlich gegrüßt, Euer Edgar Sonnenfroh

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