Alles sinnlos?

Nein! Im Gegenteil, wir sind alle ganz von, sorry, mit Sinnen! Und derer genau 5 Stück. Damit funzt gerade die Werbung wie geschmiert, weil wir Menschen sinnesgesteuert sind. Gemeint ist die Fähigkeit mit Hilfe der äußeren Organe sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken zu können. Tag für Tag nimmt der Mensch Millionen Sinneseindrücke wahr – die meisten davon nur unbewusst – dennoch steuern sie auch euren ganzen Alltag! Passt somit auf, was ihr wahrnehmt und wie ihr damit sinnvoll umgeht ;-) Siehe auch Videoclip am Ende dieses Beitrages!!!

Sinnlos

Einen Strauß Freude schenken oder auch nicht?

Es kommt wieder einmal darauf an, was man daraus macht. Sinngemäß Freud oder Leid. Schauen wir uns deshalb en Detail den bunten Strauß der Sinne an.

  1. Der Hörsinn: ist von allen fünf Sinnen der differenzierteste. Er ist sensibler und auch leistungsfähiger als das Auge. Worte werden schneller verarbeitet als Bilder – ca. 7 Worte entsprechen einem Bild. Das Gehör ist direkt mit Stimmungen gekoppelt. Akustische Reize haben so beim Hörenden eine starke emotionale und dadurch verhaltensbestimmende Wirkung. Melodien – rühren zu Tränen.
  2. Der Sehsinn: ist für die menschliche Wahrnehmung der bedeutendste. Er liefert mindestens 75 % aller Informationen aus der Umwelt. Seine Aufnahmekapazität ist spitze, noch vor Gehör- oder Tastsinn. Vielfältige Botschaften, mit einem Bild in Verbindung gebracht, werden sehr schnell transportiert. Da der Sehsinn die kognitiven Kontrolle umgeht, werden visuelle Reize meist als emotionale Schlüsselreize eingesetzt. Bilder – nehmen das Auge gefangen.
  3. Der Geruchssinn: bestimmt unser Leben unterschwellig. Ob Wohlgefühl oder Ekel, die enge Koppelung an das limbische System vermischt Emotionen mit Erinnerungen. Ohne Beteiligung des Bewusstseins beeinflussen Gerüche massiv Entscheidungen. Der Geruchssinn ist zudem der komplexeste chemische Sinn. Bereits wenige Moleküle führen zur Wahrnehmung eines Geruchs. Gerüche – die stillen Verführer.
  4. Der Geschmackssinn: der hartnäckigste Wächter unseres Gedächtnisses, obwohl im Vergleich eher schwach ausgeprägt. Geschmackswahrnehmungen führen direkt zur Erinnerung. Achtung: 80 % des empfundenen Geschmacks sind in Wirklichkeit Aromen, die unser Geruchssinn wahrnimmt! Der klägliche Rest entsteht auf der Zunge: salzig, bitter, süß, sauer und scharf. Erinnerung – es liegt mir auf der Zunge.
  5. Der Tastsinn: ein wahrhaftiger und handfester Sinn. Ein visuell wahrgenommener Reiz wird mit haptischem Fühlen immens verstärkt. Verhören geht eher, verfühlen nicht. Dennoch ein Stiefkind unter den anderen Sinnen, gilt er als niedere Wahrnehmung. Dabei sitzen 10.000 Rezeptoren allein auf der Hautoberfläche einer Hand. Und Berührung fördert das menschliche Wohlbefinden. Der Spatz in der Hand – besser als die Taube auf dem Dach.

Absolut kein Unsinn ist, dass wir mit diesen Sinnen erfolgreich arbeiten, in der Werbung Menschen bewusst zu unbewussten Handlungen führen. Das – die Werbepsychologie – funktioniert wahrlich wunderbar und ist übrigens wissenschaftliche Grundlage unserer “10plus90 Erfolgs-Strategie.

Nicht zu vergessen sind fünf weitere Sinne – werblich weniger einflussreich – sie lassen wir geflissentlich unter den Tisch fallen: den 6. Wahrnehmungssinn des eigenen Körpers (Muskelsinn oder Propriozeption), den 7. Schmerzsinn, den 8. Temperatursinn, den 9. viszeralen Sinn (Wahrnehmung der Organe), den 10. vestibulären Gleichgewichtssinn. Genug von 10 Sinnen?

Wieder einmal ein paar sinnvolle Infos, die wir wiederum sinnig in starke Werbung – gerne für euch – verwandeln. In diesem Sinne, gehabt euch wohl, eure Helga von Sinnen, upps … euer Edgar Sonnenfroh

 

Hier ein kurzweiliger Film dazu:

Oder das ganze unter Youtube anschauen!

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