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Fremdwahrnehmung versus Eigenwahrnehmung

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Fremdwahrnehmung versus Eigenwahrnehmung

Wahrnehmung (Perzeption) ist ein Prozess und das Ergebnis unbewusstes und beim Menschen manchmal bewusstes Filtern und Zusammenführen von Teil-Informationen zu subjektiv sinn­vollen Gesamteindrücken. Stichwort: Fremdwahrnehmung versus Eigenwahrnehmung. Sodele, es geht auch einfacher. Übertragen wir das doch einmal zur Klärung auf nachstehendes Alltags-Ding.

Ist das nun eine Technik- oder Genussmaschine?

Was denkst Du? Als Konstrukteur denkst und siehst du „Technik“, ganz klar. Aber als Kaffeetrinker siehst du “Genuss”, auch ganz klar. Aber was sollen diese Gedankenspiele?

Kaffeemaschine

Ich sehe was, was du nicht siehst!

Ihr kennt dieses Spiel noch von Muttern? Damit hatten wir Stunden totgeschlagen, vor allem damals, als wir – die quengelnden Kids – auf der quälend langen Autofahrt in den Italienurlaub waren. Dieses funktionelle Spiel spielt zwar nicht mehr Muttern, aber das Leben auch jetzt noch mit uns. Glaube es mir, gerade auch mit dir, mein Freund!

Schon sind wir am Urlaubs-, Entschuldigung ich meinte natürlich Werbeziel. Fremd- und Eigenwahrnehmung ist das Codewort. Ich sehe was, was du nicht siehst und anders rum. Meist pfuscht uns diese Eigenschaft ins Leben rein – ja pfuscht. Gerade auch ins Unternehmerleben. Der Kunde sieht etwas anderes wie ich. Meist merken wir es nicht, denn unser Kopf, unser Wissen, setzt im Gespräch auf dem auf, was wir im Ober- oder Unterstübchen haben. Sind so meilenweit gedanklich voraus, unser Gesprächspartner kann schwerlich oder gar nicht folgen. So muss es ja zu Differenzen, zur Entfremdung kommen. Und das massiv! Der Pfusch an der Sache? Nun, wir verspielen Positiv-Potential ohne Ende, ob privat oder geschäftlich.

Der blinde Fleck

Er ist fachbegrifflich eine Facette im sogenannten „Johari-Fenster“. Zwei Sozialpsychologen, Joseph Luft und Harry Ingram, haben hier eine wissenschaftliche Duftmarke gesetzt. Und ein Lösungsmodell zur bewussten Änderung erarbeitet – das wir hier vereinfachend verschweigen werden. Dennoch erkannten beide, dass andere Personen Informationen über uns haben, die uns aber gar nicht bewusst sind. Wären uns diese Informationen bekannt, könnten wir

a) an uns arbeiten, wenn es sich um negative Informationen handelt oder

b) uns freuen, weil uns diese Dinge noch gar nicht bewusst waren.

Nun zum Geschäft, zum Handeln nach diesem Wissen! Das ganze geht nämlich auch anders rum! Ich denke was ich weiß und nicht das, wie es ist. Exakter: ich sehe was ich will. Ich denke an mich und hier ist es: das (meist un-) fassbare Problem im Verkaufsgespräch. Weil wir zuerst an uns denken, stillschweigend voraussetzen, Wissen, Information und damit in der Regel unbewusst die Kundenvorteile verschweigen – verschenken wir mächtiges Potential!

Es kann so einfach sein

Take it easy, think it easy. Denke dich in den Kunden hinein. Auch wenn du (ohne Zweifel) fachlich in deiner Welt der Größte bist, er ist es in seiner, aber nicht in deiner. Also denke wie er, denke an seine (meist einfachen) Wünsche, denke an seine (nicht Fach-) Sprache. Schlüpfe in den Kopf des anderen, vollziehe den Bodyswitch (ein toller Film hierzu: Being John Malkovich). Wenn der Kunde z. B. eine Kaffeemaschine sucht, möchte er damit einfach Kaffee genießen, a Päusle machen und nicht das Ding (wie du als Ingenieur) konstruieren. Verstanden? Er denkt Päusle und du denkst Technik. Also einfach Päusle denken, hallo, du verstehst doch hoffentlich was ich meine – nicht Päusle machen!! In der Regel wird aber fälschlicherweise die Technik verkauft. Der Mensch sucht aber – im weit gefassten Sinne – immer so ‘ne Art Entlastung oder Genuss.

Wir halten fest

Auch wenn dir jeder Persönlichkeitscoach die Eigenwahrnehmung stärken möchte, tu es nicht – wenn du besser verkaufen möchtest! Verleugne nicht deine Person, verleugne aber deinen Tunnelblick. Das Ziel ist, dass du Andere mit deren Augen Anschaust. Das ist sozusagen Energiesparlabel Stufe AAA+, nur für dich.

Sodele, knipst einfach eure Energieverschwender aus, das ist kostenlos – mal wieder.

Es grüßt energiesparend,

euer Edgar Sonnenfroh

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